Mehr als ein Verein

Hier stellen wir euch unser Jugendkonzept vor.

Das Jugendkonzept der SG Eintracht Falkenheim

Vorwort des Jugendkonzepts

Sportvereine tragen eine hohe soziale Verantwortung. In der heutigen Zeit ist es wichtig, jungen Menschen einen Rückhalt und eine Orientierung zu bieten. Fußball kann unterschiedlichste Charaktere, mit unterschiedlichen Voraussetzungen vereinen. Bei uns sollen sie lernen, dass es eine Gemeinschaft gibt, in der die Erfolge und Niederlagen gemeinsam erlebt und bewältigt werden und dass man nur gemeinsam mehr erreichen kann.

Sie sollen lernen, dass Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Wille, Teamfähigkeit und Eigenmotivation notwendig sind, um Erfolge zu erzielen.

Die Jugendtrainer, Betreuer und der Jugendleiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen beim Heranwachsen zu unterstützen und ihnen eine sinnvolle Beschäftigung zu bieten.

In diesem Jugendkonzept sollen Rahmenbedingen für eine erfolgreiche Spielgemeinschaft zwischen den Vereinen DJK Eintracht Süd und TSV Falkenheim und für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit geschaffen werden.

1. Beweggründe und Leitgedanken des Jugendkonzepts

Die SG Eintracht Falkenheim möchte für unsere Jugendspieler eine zweite Heimat sein. Dies gilt auch für unsere ehrenamtlichen Trainer. Durch die Festlegung von Grundlagen und Zielsetzungen im Jugendkonzept soll Kontinuität im Trainer- und Betreuerbereich entstehen, sodass ein familiäres Umfeld entstehen kann, in dem sich unsere Jugendspieler und Jugendtrainer wohl fühlen.

Wir wollen Ihnen ein familiäres, lockeres Umfeld bieten, indem Sie sich wohl fühlen und sportlich bestmöglich entwickeln können. Fußball soll ihnen eine Ablenkung vom Alltag bieten. Während der Trainingszeiten und Spielzeiten sollen sie von den Druck- und Stresssituation in der Schule abschalten können. Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, dass die schulischen Leistungen darunter nicht leiden. Schule hat immer Vorrang.

Unsere Jugendspieler sollen Freude und Spaß an und mit ihrem Hobby haben und lernen, was es heißt im Team zu spielen. Der Teamgedanke und der Glaube als Team mehr erreichen zu können, soll unseren Vereinsspielern mitgegeben werden. Unsere Spieler sollen Teamgeist leben.

Wir wollen allen Vereinsmitgliedern, unabhängig von Alter, Nationalität oder Leistungsvermögen die Möglichkeit bieten im Team Fußball spielen zu können. Sport im Allgemeinen und Fußball im Speziellen hat die Möglichkeit Minderheiten zu integrieren.

Des Weiteren nimmt Kommunikation einen besonderen Stellenwert ein. Nur als Team kann man gemeinsam etwas erreichen. Dies gilt nicht nur für unsere Jugendspieler. Jeder darf und soll daher seine Ideen einbringen. Jeder Trainer ist ein wichtiger Teil der Jugendabteilung, dessen Meinung stets geschätzt wird. Das ist ein wesentlicher Teil des Jugendkonzepts.

Kommunikation ist zudem ein wichtiger Punkt bei der Suche nach Problemlösungen. Daher soll offen und oft der Austausch mit Eltern, u.a. in Form von Elternabenden, Spielern, Betreuern und Trainern gesucht werden. Auch die Kommunikation unter den Trainern ist enorm wichtig. So soll sich bspw. über Trainingsteuerung, Förderung einzelner Spieler oder die Mannschaftseinteilung unterhalten werden.

Jeder Jugendspieler soll bei uns eine individuelle Förderung genießen. Spieler sollen weder unterfordert noch überfordert werden.

Werte wie Teamgeist, Fairplay, Disziplin, Respekt, Freude am Spiel, Integration und die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls haben für uns eine enorme Bedeutung.

All diese Werte haben wir mit diesem Jugendkonzept festgehalten.

2. Organisation der Jugendabteilung

Jugendleiter: Der Jugendleiter ist Hauptverantwortlicher für den gesamten Jugendbereich. Zudem ist er auch Entscheidungsträger und hat das letzte Wort. Der Jugendleiter soll den Jugendtrainern, wenn gewünscht, Unterstützung bieten, jedoch nicht im sportlichen Bereich. Dort sind alleine die Jugendtrainer und Betreuer selbst zuständig und verantwortlich. Daher wird sich der Jugendleiter nur nach Wunsch in sportliche Belange einmischen. Der Jugendleiter versucht den Jugendtrainern die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

Zudem ist der Jugendleiter auch dafür verantwortlich, dass dieses Jugendkonzept der SG Eintracht Falkenheim eingehalten wird. Auch für jahrgangsübergreifende Veranstaltungen ist der Jugendleiter verantwortlich.

Leitung BFV-Angelegenheiten: Kümmert sich um das Passwesen und allen Angelegenheiten, die mit dem BFV zu tun haben (Spielverlegung, Sportgericht usw.) zuständig.

Schiri-Koordinator: Dieser teilt die Anliegen der für den Verein pfeifenden Schiedsrichter der Jugendleitung mit. Und teilt Schiedsrichter bei Bedarf (Freundschaftsspiele und Turniere).

Jugendkoordinator: Ist der erste Ansprechpartner für die Eltern. Regelt Angelegenheiten und informiert den Jugendleiter.

Jugendtrainer: Der Trainer arbeitet selbständig mit seiner Mannschaft. Zudem ist er verantwortlich für den reibungslosen Ablauf des Trainings- und Spielbetrieb. Die Trainer dienen als direkter Ansprechpartner für die Spieler und haben sich bei Fragen oder Problemen an den Jugendleiter zu wenden. Seine Auffassung und Durchführung von Training und Spielbetrieb müssen den Vereinsinteressen entsprechen und sollen sich an diesem Jugendkonzept orientieren. Der Trainer soll den Spielern Spaß am Fußball vermitteln und den Teamgeist auch neben dem Platz fördern.

3. Sportlicher Bereich des Jugendkonzepts

3.1 Grundsatz

Jedem Vereinsmitglied soll ermöglicht werden, bei der SG Eintracht Falkenheim in der Gemeinschaft Fußball spielen zu dürfen. Dabei steht nicht nur der Leistungsgedanke im Vordergrund. Der Breitensportgedanke ist uns weiterhin sehr wichtig. Es soll daher in jeder Altersklasse ein leistungsorientiertes, aber auch breitensportorientiertes Leistungsangebot ermöglicht werden.

Das Jugendkonzept sagt, dass egal ob Leistungs- oder Breitensportorientiert, bei beidem immer der Spaß am Fußball und der Spaß am Miteinander im Vordergrund stehen sollen.  Über den Spaß und die Freude am Fußball sollen die sportlichen Ziele erreicht werden. Läuft es erfolgreich ist schließlich ein gutes Mannschaftsklima sehr wahrscheinlich.

Langfristiges Ziel ist es die Jugendarbeit zu verbessern und nicht nur auf ein quantitativ (Besetzung jeder Altersstufe mehrfach) höheres, sondern vor allem auch auf ein qualitativ höheres Niveau zu heben, um die Jugendspieler bestmöglich ausbilden und betreuen zu können. Dabei sollen die Grundsätze und Leitgedanken niemals in den Hintergrund rücken.

Die Jugendlichen sollen langfristig an den Verein gebunden werden, sich heimisch fühlen und sich mit dem Verein identifizieren. Zukünftig sollen die Herrenteams aus vielen selbst ausgebildeten Nachwuchsspielern bestehen. Dies bezieht sich nicht nur auf eigene Nachwuchsspieler, sondern auch auf eigens ausgebildete Trainer, Schiedsrichter oder Betreuer. Ziel ist es, einen Großteil der Spieler und Ehrenamtlichen aus dem eigenen Verein hervorzubringen.

3.2 Mannschaftsunterteilung nach dem Jugendkonzept

Der Weg der Kinder und Jugendlichen bis zum Erwachsenenbereich unterteilt sich in drei Bereiche:

Grundlagenbereich

Bambini (ab 3 Jahren) und U7

Bei den Bambinis und in der G-Jugend soll den Jüngsten der Fußball auf spielerische Art und Weise beigebracht werden. Dabei steht die Förderung der Bewegung im Vordergrund. Freundeskreise spielen in einem Team.

Kinder (U9)

In der F-Jugend steht der Spaß am Fußball im Vordergrund. Aufgrund der unterschiedlichen Fähigkeiten und Entwicklungen der Kinder liegt ein besonderes Augenmerk darauf, dass leistungsstärkere Spieler andere Mitspieler in ihrer Entwicklung nicht beinträchtigen. Bei den F-Junioren kommt die Schulung der technisch-spielerischen Vielseitigkeit dazu. Weiterer fester Bestandteil eines jeden Trainings ist das Fußballspielen. Von Anfang an sollen in dieser Jahrgangsstufe technische Grundkenntnisse, wie z.B. Beidfüßigkeit, vermittelt werden und geübt werden. Freiräume (Kreativität und Spielfreude) für die Jugendspieler sollen unbedingt gefördert und zugelassen werden.  Die Trainingseinheiten sollten ohne Leistungs- und Zeitdruck ausgeübt werden -> technisch-spielerische Vielseitigkeitsschulung

Um den Jugendspieler Übungen zu vermitteln, sollten diese vorgemacht werden, damit die Kinder die Ausführung der Übungen besser verstehen („erklären – vormachen – nachmachen“). Im Grundlagenbereich muss dabei ein besonderes Augenmerk auf eine kindgerechte und motivierende Trainingsarbeit und Betreuung gelegt werden. Spaß und Freude am Fußballspielen sollten in diesem Bereich vermittelt werden. Ein Coachen in jeder Übung ist nötig um den Jugendspielern ein Feedback zu geben und mögliche Fehler abstellen zu können.

Im Grundlagebereich sollten die Fußballregeln und taktische Leitsätze vermittelt werden. Die Spieler sollen die einzelnen Spielpositionen kennen lernen, sich aber noch nicht auf spezielle Positionen festlegen. Ebenso soll ihnen das Verlieren und Gewinnen beigebracht werden sowie die Einführung von Werten und Normen, wie Hilfsbereitschaft, Rücksicht, Respekt.

Ziele im Grundlagenbereich:

  • Bewegungslernen/Fußballspiele
  • Koordination steht immer im Mittelpunkt, mit Ball und ohne Ball
  • Spielerisch vermitteln
  • alles aus der Bewegung
  • Viele Wettbewerbe/Wettrennen/Staffeln
  • Viele Spielformen
  • kein monotones Ausdauertraining, kein Waldlauf, keine Platzrunden
  • Ballgewöhnung/Technik-Grundlagen (Ballan-/ mitnahme, Passspiel, Dribbling, Torschuss, Zweikampfführung)

Aufbaubereich (U13, U11)

In diesem Lernalter besitzen die Jugendlichen das höchste Lernpotential. In dieser Altersstufe sind Bewegungsabläufe mit und ohne Ball sowie taktische Grundlagen wichtig ->fußballspezifisches Grundlagen-Training.

Der Trainer sollte im Vergleich zum Grundlagenbereich im Training vermehrt und vertieft Coachen. Die Kinder sollen aber selbst Lösungen entwickeln und erst dann gecoacht werden und nicht alles vorgelebt bekommen. Sie sollen lernen Räume zu erkennen und zu bespielen. Die taktischen Vorgaben sollten zudem erhöht werden, auch in Theorieschulungen. Spielbesprechungen, auch individuell sollten eingeführt werden. Zudem sollten in jedem Training Schwerpunkte, wie bspw. Torschuss, gesetzt werden. Es sollte weiterhin Spaß und Freude erhalten bleiben sowie auf die Einhaltung von Normen und Werte bestanden werden. Besonders hervorzuheben in diesen Altersstufen ist das pädagogische Einfühlungsvermögen. Auf die Jugendspieler sollte in der Konsequenz gleich, aber in der Art und Weise individuell behandelt und eingegangen werden. Kritik einzelner Spieler sollte nie vor der Mannschaft geschehen, sondern im persönlichen Gespräch.

Ziele im Aufbaubereich:

  • Bewegungslernen/Fußballspielen
  • Koordination verfeinern
  • Spielformen
  • Überzahl/Unterzahlsituationen (z.B. 2:1, 3:1…)
  • Handlungsschnelligkeit erhöhen
  • Wendigkeit, Schnelligkeit
  • kein monotones Ausdauertraining, kein Waldlauf, keine Platzrunden
  • Verbessern der Technik unter Tempo und Gegnerdruck
  • Technikschulungen (Finten, Tricks, Jonglieren, Beidfüßigkeit, Schusstechniken (Spann, Innenseite, Außenseite) Kopfball)
  • Kombinationsformen einüben
  • Standardsituationen einüben
  • Verbessern der Zweikampfschulung

Taktische Leitsätze im Aufbaubereich:

  • Vermitteln der allgemeinen taktischen Leitsätze
  • Vertiefung individual- u. gruppentaktischer Leitsätze
    • Angriff: einfache Spielzüge einüben
    • Abwehr: Deckungsverhalten schulen
  • Vermitteln verschiedener Spielsysteme
  • Räume erkennen und bespielen
  • Spielen im Raum / verschieben

Im jeweils 2. Jahr der E – Jugend sollte neben der Ausbildung der technischen Grundfertigkeiten die Vorbereitung aufs Kompaktfeld im Mittelpunkt stehen. Die Jugendspieler sollen an die kommende Leistungsebene herangeführt werden.

Leistungsbereich (U19, U17, U15)

In diesen Jahren werden die Mannschaftstaktik, die Positionstechniken und fußballspezifische Komponenten wie Kraft und Schnelligkeit besonders trainiert. An Defiziten sollte gearbeitet werden, die Belastung, Schnelligkeit, Handlungsfähigkeit sowie die Optimierung der Grundlagen stehen im Mittelpunkt. Auch können taktische Vorgaben komplexer gestaltet werden.

Ziele im Leistungsbereich:

  • Bewegungslernen/Fußballspielen
  • Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern
  • Koordinative Defizite aufarbeiten (Wiederholung)
  • Verbessern der Athletik
  • Spielformen
    • mit taktischen Vorgaben
    • mit Gegnerdruck/Zeitdruck
    • mit Schwerpunktsetzung
    • Höchste Belastung
  • Handlungsschnelligkeit weiter erhöhen (Wendigkeit, Schnelligkeit)
  • Technische Defizite aufarbeiten (Wiederholung)
  • Verbessern der Technik unter höchstem Tempo
  • Kopfballtechniken
  • Schusstechniken verfeinern
  • Anspruchsvolle Kombinationsformen einüben
  • Zweikampfschulung optimieren
  • Standardsituation optimieren

3.3 FUNinio (Minifußball)

Minifußballs soll speziell im Kinder- und Jugendtraining Anwendung finden. Gespielt wird FUNino auf einem etwa 32 x 25 Meter großen Feld mit vier Minitoren und zwei 3er-Teams. Tore können nur innerhalb der 6-Meter Torschusszone erzielt werden. Ziel des FUNino ist die Verbesserung der Spielintelligenz, also der Wahrnehmung, Antizipation, Kreativität sowie der Analyse von Spielsituationen. Die Spieler lernen sehr schnell, weil Spielsituationen regelmäßig wiederkehren und alle Spieler stets am Geschehen beteiligt sind. Viele Ballaktionen und ausreichend Spielzeiten sollen für eine gute Entwicklung aller Spieler sorgen. Diese Spielform wird im Training Anwendung finden. Die SG Eintracht Falkenheim nimmt mit verschiedenen Teams bei FUNinio Turnieren zur neuen Saison teil.

3.4 Mannschaftseinteilung nach dem Jugendkonzept

Grundsätzlich sieht das Jugendkonzept vor, dass vor jeder Saison die Mannschaften festgelegt werden. Das bedeutet, dass im Juli die Übergaben der Mannschaften erfolgen und anschließend die Teams eingeteilt und strukturiert werden. Die Entscheidung der Einteilung der Teams entscheiden die betroffenen Trainer in Absprache mit dem Jugendleiter, der, sollte keine einvernehmliche Lösung möglich sein, das letzte Wort hat. Ziel ist es einen Konsens zu finden, der die Jugendtrainer und Jugendspieler zufriedenstellt. Dabei sind die Jugendtrainer gleichberechtigt, das heißt, dass kein Jugendtrainer über den Kopf eines anderen Jugendtrainers Entscheidungen treffen kann. Dieser Grundsatz ist uns sehr wichtig und deswegen auch im Jugendkonzept festgehalten worden.

Ziel ist es zukünftig ausreichend und über alle Altersstufen verteilte Jahrgangsmannschaften zu bilden, damit unsere Jugendspieler in einem gewohnten und stabilen Umfeld spielen können und somit einem jährlichen Teamwechsel entgegen zu wirken. Dadurch lernen sich die Spieler besser kennen, können sich einspielen und dies wirkt sich besonders auf dem Fußballplatz positiv aus. Jedoch soll ein starres Einhalten des Konzeptes vermieden werden. Das bedeutet, dass im Einzelfall Ausnahmen möglich sind, um die bestmögliche individuelle Förderung gewährleisten zu können. In Einzelfällen beraten sich der Jugendleiter und die Jugendtrainer über die bestmögliche Vorgehensweise und treffen dann eine Entscheidung. So kann in den jüngeren Jahrgängen z.B. Wert auf den Freundeskreis gelegt werden. Ab der U13 soll damit begonnen werden, die Mannschaften nach Leistungen zusammenzustellen. Dies dient dazu, die schwächeren Spieler nicht zu überfordern und die stärkeren nicht zu unterfordern. Jedoch soll jedem die Möglichkeit auf Einsatzzeiten, aber auch Aufstiegsmöglichkeiten bei guter Entwicklung oder gutem Engagement, ermöglicht werden.

Im Rahmen der individuellen Entwicklung ist es sinnvoll, talentierten Kindern die Chance in Jahrgangshöheren Mannschaften aushelfen zu dürfen, um sich gegen ältere Spieler beweisen zu können, zu geben. Dies erfolgt jedoch nur durch gemeinsame Rücksprache unter den Trainern.

Bei Spielerengpässen ist eine mannschaftsübergreifende Aushilfe nach Rücksprache zwischen den Trainern, ohne Einbeziehung der Jugendleitung, erwünscht.

Bis auf die U19 und U15 können in der Saison 2019/2020 zwei Teams gestellt werden. Dies bedeutet, dass individuelle Einteilungen in den Jahrgangsstufen, nach Absprache mit Jugendleiter und Jugendtrainern erfolgt. In Einbeziehung des Spielermaterials und anderer Umstände ist daher eine Einteilung der Mannschaften für die Saison 2019/ 2020 individuell für jede Jahrgangsstufe geschehen. Die unterschiedlichen Teams innerhalb einer Jahrgangsstufe verstehen sich als ein großes Team. Keines der beiden Teams soll zum Abschuss freigegeben werden. Bei der Auswahl der Trainer wurde darauf geachtet, dass Sie hinter den Ideen des Jugendkonzeptes stehen und diese vorleben.

Saison 19/20:

Bambinis
G1: älterer Jahrgang
G2: jüngerer Jahrgang
F1: älterer Jahrgang
F2: jüngerer Jahrgang (Minifußball)
E1: älterer Jahrgang
E2: jüngerer Jahrgang
D1: älterer Jahrgang
D2: jüngerer Jahrgang (ohne Wertung)
C1: gemischter Jahrgang
B1: gemischter Jahrgang
B2: gemischter Jahrgang (ohne Wertung)
A1: gemischter Jahrgang

Aufgrund der Erfahrungen aus der Saison 18/19 wurde zur neuen Saison bewusst auf die Meldung zweier Teams verzichtet. Dies begründet sich zum einen mit Engpässen an zu uns passender ehrenamtlicher Trainer und zum anderen mit den teils sehr negativen Ergebnisse, der damit verbundenen Spielerflucht und der daraus ergebenden Folge von kleinen Kadergrößen. In Kauf genommen werden dabei größere und leistungstechnische Unterschiede. Aufgefangen werden soll dies mit zusätzlichen Freundschaftsspielen, sodass alle Spieler zu ausreichend Spielzeiten kommen können. Zusätzlich werden im Training Trainingsgruppen nach Leistungsstärke gebildet um die oben genannte Zielsetzung der Individualisierung zu gewährleisten.

3.5 Ausbildungsbereiche/ Weiterbildung innerhalb der Jugendabteilung

Der Ausbildungsaspekt ist ein weiterer wichtiger Baustein des Jugendkonzeptes. So sollen neben Jugendspielern und Jugendtorhütern, auch Schiedsrichter und Trainer ausgebildet werden.

3.5.1 Jugendspieler

Eine individuelle Förderung soll dank dem Jugendkonzept der SG Eintracht Falkenheim gewährleistet sein. Auf die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen soll individuell und gezielt eingegangen werden.

Neben der fußballerischen Weiterentwicklung, sollen unsere Jugendspieler auch soziale Kompetenzen im Umgang miteinander, aber auch im Umgang mit anderen, erwerben.

Dabei ist es wichtig tolerant und fair gegenüber seinen Mitspielern, Gegenspielern, Trainern, Eltern, Betreuern und Schiedsrichtern zu sein. Nicht nur das Verlieren, sondern auch das Siegen muss gelernt sein. Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative sowie Teamfähigkeit soll entwickelt werden.

Zielsetzung der Ausbildung und des Jugendkonzeptes ist eine ganzheitliche Ausbildung, inkl. Persönlichkeitsförderung und -entfaltung. Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass jeder Spieler verschieden ist (unterschiedlicher Charakter) und ein unterschiedlicher Umgang, der in der Konsequenz aber eine Gleichbehandlung aller zur Folge hat, notwendig ist. Jeder Jugendspieler ist etwas Besonderes. Die Trainer sollen ein persönliches Interesse jedem Jugendspieler entgegenbringen. Wünschenswert ist auch eine Begleitung (Mannschaftsausflüge etc.) über den Trainingsplatz hinaus. Auch abseits des Spielfeldes sollen Freizeitaktivitäten unternommen werden, um den Teamgedanken und die Vereinsbindung zu entwickeln und zu stärken.

3.5.2 Jugendtrainerausbildung/ Trainerfortbildung

Je besser unser Trainerteam ausgebildet ist, desto besser können unsere Jugendspieler ausgebildet werden. Ein weiteres Ausbildungsziel ist daher, eigene Jugendtrainer zu entwickeln und zu fördern. So sollen Jugendspieler, bei Interesse, früh in den Trainerbereich reinschnuppern und praktische Erfahrungen in den unteren Jahrgängen sammeln können. Dabei soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, an Schnuppertrainertagen/ -wochen im eigenen Verein teilzunehmen. Man kann in einem Zeitraum von wenigen Wochen in verschiedene Altersstufen reinschnuppern. Dabei sollen die jeweiligen Jugendtrainer die potentiellen Jungtrainer an die Hand nehmen und ihnen die Trainerarbeit näherbringen.

Ein weiterer Punkt des Jugendkonzeptes ist die Trainerfortbildung und -ausbildung. Dies soll auf mehreren Ebenen bestehen.

So soll jedem Trainer die Möglichkeit gegeben werden, sofern Interesse vorliegt, den Trainerschein machen zu können. Zudem sollen vereinsinterne regelmäßig stattfindende Schulungen angeboten werden.

Ein dritter Baustein ist die Fortbildung über DFB Online Schulungen. Zudem soll auch das DFB-Mobil so oft wie möglich gebucht werden.

All diese Maßnahmen des Jugendkonzepts sollen für die Ausbildung eigener Jugendtrainer, aber auch die Fortbildung des Trainerteams dienen, um ein gut und selbst ausgebildetes Trainerteam im Verein zu haben.

3.5.3 Jugendtorhüter

Zur optimalen Förderung und Entwicklung der Torhüter soll die Jugendtorwartschule ein wichtiger Baustein in der Ausbildung unserer Torhüter sein. Die Jugendtorwartschule ist ein jahrgangsübergreifendes Training für die Torhüter. Für Mitglieder des Vereins ist diese stets kostenlos.

3.5.4 Schiedsrichter

Das Ausbildungskonzept der SG Eintracht Falkenheim sieht zudem vor, in Zeiten knapp werdender Spielleiter, eigene Schiedsrichter zu entwickeln, die im Ligabetrieb die SG Eintracht Falkenheim als Schiedsrichter repräsentieren. Spielern soll die Möglichkeit gegeben werden als Schiedsrichter ausgebildet zu werden. Durch die Einführung eines Schiedsrichterkoordinators soll die Schiedsrichterabteilung eine größere Wertschätzung genießen.

4. Übergang / Zusammensetzung Herrenbereich

Die Herrenmannschaften sollen zukünftig aus einem Großteil aus eigens ausgebildeten Spielern bestehen. Neben gemeinsamen Trainingseinheiten und Veranstaltungen wurde unter anderem durch das Jugendkonzept die Teampatenschaft ins Leben gerufen.

4.1 Teampatenschaften

Für jedes Jugendteam werden Teampaten bestimmt, die sich im Laufe der kommenden Saison um „IHR“ Team kümmern. Dies kann auf verschiedener Art und Weise geschehen. So kann man z.B. die Herrenteams über Ergebnisse informieren, die Teams bei Spielen unterstützen oder Trainingseinheiten abhalten.

Schlusswort des Jugendkonzepts

Wir möchten ein Verein sein, der es jedem ermöglicht, Fußball zu spielen und sich auf dem Gelände um die Germersheimer Straßen 86/118 wohl fühlt.

Die Jugendabteilung der SG Eintracht Falkenheim versteht sich nicht als One-Man Show. Um die in diesem Jugendkonzept gesetzten Ziele und die bestmögliche Förderung unserer Jugendspieler zu erreichen, bedarf es einer guten Zusammenarbeit und gut funktionierender Kommunikation. Spieler, Trainer, Funktionäre und Eltern sollen eine Einheit, ein Team, bilden. Dieses Potential und ein gutes Miteinander im Verein sollte zur Erreichung der Ziele genutzt werden. Das Jugendkonzept soll jedes Jahr angepasst und ergänzt werden.

Mehr als ein Verein

Nürnberg, der 08. Juli 2019